| Kreuzbandriss
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Im
Kniegelenk gibt es ein
vorderes und ein hinteres
Kreuzband. Beide Kreuzbänder
bilden den Zentralpfeiler
im Kniegelenk und sind
wichtige Stabilisatoren.
Bei Unfällen kommt
es sehr häufig
zu Verletzungen der
Kreuzbänder, meist
bei Verdrehbewegungen.
Das vordere Kreuzband
ist häufiger von
Verletzungen, d.h. Rissen
betroffen. Wenn ein
Betroffener ein Instabilitätsgefühl
hat, besteht die Notwendigkeit
das vordere Kreuzband
zu ersetzen. Die vordere
Kreuzbandplastik wird
von uns in arthroskopischer
Technik mit sehr guten
Ergebnissen durchgeführt.
Als Kreuzbandersatz
wird ausschliesslich
körpereigenes Gewebe
verwendet. Das Standardtransplantat
ist die Semitendinosus-
und Gracilissehne. In
manchen Fällen
verwenden wir auch die
Patellarsehne. Die Fixierung
des Transplantates erfolgt
in der Regel mit resorbierbaren
(auflösbaren) Implantaten.
Wir verfügen auch
- als eine der wenigen
Kliniken in Europa -
über große
Erfahrung mit dem Ersatz
des vorderen Kreuzbandes
bei Kindern mit offenen
Wachstumsfugen. In solchen
Fällen besteht
neben der Semitendinosussehne
auch die Möglichkeit
die Quadrizepssehne
als Transplantat zu
verwenden.
Wer für eine Kreuzbandoperation
in Frage kommt und welche
Technik verwendet werden
sollte, wird jeweils
individuell entschieden.
Im Falle einer Verletzung
des hinteren Kreuzbandes
bedarf es eines differenzierten
Behandlungskonzeptes.
Wir führen sowohl
die konservative Therapie
als auch bei frischen
Verletzungen Refixationen
des hinteren Kreuzbandes
durch.
In manchen Fällen
muss auch eine hintere
Kreuzbandplastik durchgeführt
werden.
Eine besonders gravierende
Verletzung des Kniegelenkes
ist die Knieluxation
mit Verletzungen der
Kreuzbänder und
weiterer wichtiger anatomischer
Strukturen, wie den
Menisci oder den peripheren
Bandstrukturen des Kniegelenkes.
Auch komplexe Kniegelenkrekonstruktionen
werden von uns durchgeführt.
Die Nachbehandlung richtet
sich nach den individuellen
Gegebenheiten des Eingriffs.
In der Regel besteht
allerdings nach 4 -
6 Wochen wieder die
Möglichkeit die
Arbeit wieder aufzunehmen,
nach 6 Monaten sind
auch Risikosportarten
wieder erlaubt.
| Meniskusriss |
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Der
Meniskusriss ist eine
der häufigsten
Verletzungen des Kniegelenkes.
Man unterscheidet traumatische
Risse von degenerativen
verschleißbedingten
Rissen. Da der Meniskus
ein wichtiger Puffer
und Stabilisator des
Kniegelenkes ist, versuchen
wir - wenn immer möglich
- den Meniskus zu erhalten.
Die besten Resultate
werden mit Meniskusnähten
erzielt. Wir bieten
sämtliche arthroskopischen
Techniken der Meniskusnaht
an (all-inside, inside-out
oder outside-in) und
kombinieren diese häufig,
um optimale Ergebnisse
zu erzielen.
Sollte es nicht möglich
sein den Meniskus zu
nähen, wird der
geschädigte Anteil
so sparsam wie möglich
arthroskopisch entfernt.
Bei Meniskusteilentfernungen
können die Patienten
direkt nach der Operation
wieder vollbelasten
und sind nach ca. 2
Wochen wieder sportfähig.
Bei Meniskusnähten
muss die Beweglichkeit
6 Wochen limitiert werden.
In manchen Fällen
fehlt der Meniskus -
meist nach Voroperationen
. Vor allem bei jüngeren
Patienten bedarf es
dann gelegentlich einer
Meniskustransplantation.
Immer wird von uns die
Beinachse mitberücksichtigt
und eventuell auch mitkorrigiert.
Sollte auch das Kreuzband
mitverletzt sein, führen
wir in der Regel sämtliche
Reparaturen in einer
Operation durch.
| Knorpelschaden |
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Der
traumatische Knorpelschaden
beim jungen Patienten
tritt häufig als
Begleitverletzung einer
Bandverletzung auf.
Unbehandelt ist ein
Knorpelschaden oftmals
der Beginn einer Arthroseentwicklung.
Daher führen wir
häufig bei Knorpelschäden
chirurgische Maßnahmen
durch, um zum einen
den aktuellen Schmerz
zu nehmen, zum anderen
aber auch die Arthroseentwicklung
zu verlangsamen.
Beim kleinen traumatischen
Knorpelschaden ist die
Mikrofrakturierung eine
etablierte Methode um
einen Ersatzknorpel
zu bilden. Eine mehrwöchige
intensive Nachbehandlung
ist für den Erfolg
der Maßnahme nötig.
Bei größeren
traumatischen Knorpelschäden
führen wir die
matrix-assoziierte Knorpelzelltransplantation
durch. Bei dieser modernen
Technik der Knorpeltranplantation
werden körpereigene
Knorpelzellen entnommen,
gezüchtet und vermehrt
und in zweiter Sitzung
in den Defekt transplantiert.
Auch nach dieser Operation
ist eine intensive Nachbehandlung
notwendig. Die Ergebnisse
dieser Technik des Knorpelersatzes
sind sehr vielversprechend
und es wird ein hochwertiger
und stabiler Knorpel
erzielt.
Bei einigen Knorpelschäden
wenden wir auch die
Knochen-Knorpel-Transplantation
an.
Vor allem bei der Behandlung
von Knorpelschäden
muss dringend die Beinachse
mitberücksichtigt
werden. Sollte es notwendig
sein, entlasten wir
den transplantierten
Knorpel durch Beinachskorrekturen
(Osteotomien) im Sinne
von Kombinationseingriffen.
Die sogenannte Osteochondrosis
dissecans des Jugendlichen
und jungen Erwachsenen
wird auch mit diesen
Methoden erfolgreich
therapiert.
| Verschleiss |
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Das
häufigste Problem
am Kniegelenk ist der
Verschleiss, die sogenannte
Arthrose. Nach Ausschöpfen
aller konservativen
Maßnahmen, wie
Medikamenten, Bandagen,
Einlagen o.ä. sind
kleine arthroskopische
Eingriffe oftmals sehr
erfolgreich. Das sogenannte
Debridement, d.h. die
Säuberung des Gelenkes
bewirkt in vielen Fällen
eine deutliche Schmerzlinderung.
Insbesondere die Sanierung
von Meniskusschäden,
die Glättung von
Knorpel und das Entfernen
von freien Gelenkkörpern
führt zum Erfolg.
Gelegentlich ist sogar
noch eine Knorpelaufbaumaßnahme
möglich (Mikrofrakturierung).
Sollten arthroskopische
Methoden nicht zum Erfolg
führen, wenden
wir vor dem Gelenkersatz
(Prothese) sehr oft
bei geeigneten Fällen
die Beinachskorrektur
als Therapie an.
| Fehlstellung |
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Beinachsfehlstellungen
führen oft zu einem
Knorpelverschleiss.
Meistens liegt die Varusfehlstellung
am Knie vor, also die
O-Bein-Fehlstellung.
In solchen Fällen
führen wir Beinachskorrekturen,
sogenannte Osteotomien,
durch. Verschiedene
Techniken stehen zur
Verfügung, die
wir differenziert und
individuell abgestimmt
auswählen.
Ob eine medial aufklappende
Osteotomie oder eine
lateral zuklappende
Osteotomie durchgeführt
wird, hängt von
verschiedenen Faktoren
ab, wie z.B. der Stabilität
des Kniegelenkes. Die
Zielsetzung solcher
Beinachskorrekturen
ist vor allem die Schmerzlinderung,
aber auch das Hinauszögern
der Implantation eines
künstlichen Gelenkes.
Sehr sinnvoll sind Osteotomien
auch kombiniert mit
knorpelchirurgischen
Maßnahmen zu kombinieren,
um bessere Resultate
zu erzielen.
Die Nachbehandlung erfolgt
in aller Regel sehr
rasch und die Betroffenen
können nach 6 Wochen
wieder voll belasten.
| Kniescheibe |
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Die
Kniescheibe kann durch
einen Unfall zur Seite
herausspringen und entsprechende
Beschwerden verursachen.
Betroffen sind von solchen
Auskugelungen (Luxation)
besonders junge Patienten.
Sollten Begleitverletzungen
wie Knorpelabsprengungen
o.ä. fehlen, ist
ein konservatives Vorgehen
oft gerechtfertigt.
Beim Vorliegen von Begleitverletzungen
oder bei wiederholten
Luxationen, sollte über
eine operative Stabilisierung
nachgedacht werden.
Ein sehr differenziertes
Vorgehen und eine gute
Diagnostik ist nötig,
um ein gutes Ergebnis
nach solchen Operationen
zu erzielen. In vielen
Fällen genügen
Weichteileingriffe,
oft müssen aber
auch knöcherne
Korrekturen erfolgen.
Sehr häufig klagen
Patienten über
Schmerzen hinter der
Kniescheibe. In vielen
Fällen kann durch
ein gezieltes Muskelaufbautraining
eine Verbesserung der
Schmerzsituation erzielt
werden. Manchmal ist
aber der vordere Knieschmerz
so hartnäckig,
dass operative Korrekturen
an der Kniescheibe erfolgen
müssen. Eine differenzierte
Abklärung entscheidet,
ob eine Weichteilkorrektur
oder eine knöcherne
Korrektur sinnvoll ist.
| Knochenbruch |
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Bei Unfällen wie
einem Sturz bricht am
Kniegelenk häufig
der Schienbeinkopf (Tibiakopffraktur).
Bei kleinen Einrissen
ist das konservative Vorgehen
die Therapie der Wahl.
Liegen allerdings deutliche
Frakturen vor, sollte
eine operative Korrektur
erfolgen. Meist werden
Schrauben- und / oder
Plattenosteosynthesen
durchgeführt. Spezielle
neue Implantate haben
in den letzten Jahren
die operative Therapie
nochmals verbessert.
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